Die neue Design-Espressomaschine von Gastroback macht neugierig. Schließlich hat sie das ETM-Testmagazin mit SEHR GUT (92,3 %) bewertet. Highlights der Maschine sind der 58 mm Siebträger, das integrierte Mahlwerk für Espressobohnen, die 360 Grad schwenkbare Milchschaumdüse, die professionelle ULKA-Espressopumpe und der praktische Druck-Manometer. Alles weitere, und einen Reinigungstipp direkt vom Hersteller, gibt es in diesem Erfahrungsbericht zu lesen.

Angeschaut: Zubereitung mit der Design Advanced Pro G von Gastroback

Nicht einfach nur Knopf drücken und fertig ist es. Nein, die Bedienung der Gastroback 42612 Design Advanced Pro G gestaltet sich etwas umfangreicher. Aber zum Glück auch einfach genug, um Espresso oder Cappuccino mal zwischendurch genießen zu können.

Das fängt schon beim Mahlen der Bohnen an. Die Espressomaschine hat ein integriertes Mahlwerk an Bord. Dazu wird der leere Siebträger in die Mahlstation eingesetzt. Es lassen sich von fein bis grob insgesamt bis zu 18 Mahlgradeinstellungen vornehmen. Ist die richtige Pulvermenge im Siebeinsatz, wird der Siebträgerhebel an den danebenliegenden Brühkopf eingedreht. Nun noch die Taste „1 Tasse“ oder „2 Tassen“ wählen und der Brühvorgang wird gestartet. Die Milchschaumdüse befindet sich an der rechten Seite. Dank 360 Grad Bewegungsfreiheit passen viele Gefäße darunter und ermöglicht das Arbeiten im richtigen Neigungswinkel. Weitere praktische Helfer sind die Tasten an der Mahlstation. Damit wird die Menge dosiert: einfacher oder doppelter Espresso. Mit dem abnehmbaren Tamper lässt sich der Andruck des Kaffeepulvers verändern. Er verfügt über eine Magnethalterung. Die große Anzeige des Druck-Manometers ist an der Vorderseite angebracht und informiert über den momentanen Ausgabedruck der Maschine. So gelingt’s immer wie ein Profi.

Von der Theorie zur Praxis oder zum ersten Espresso

Gastroback Design Advanced Pro G - Frischer geht's nicht: Oben Bohnen rein - unten Pulver raus (Foto: Gastroback GmbH)

Gastroback Design Advanced Pro G – Frischer geht’s nicht: Oben Bohnen rein – unten Pulver raus (Foto: Gastroback GmbH)

Was den ambitionierten Italien-Fan das Herz höher schlagen lässt, bedarf für den Laien ein wenig Gewöhnung. In der Praxis wirkt die Gastroback 42612 Design Advanced Pro G erstmal riesig. Aufgrund der Mahlstation, ist die Bauweise recht breit. Für den Privatanwender muss entsprechend Platz in der Küche vorhanden sein. Auch die vielen Einstellungsmöglichkeiten mit Tasten und Drehrädern, kann im ersten Blick ein wenig überfordern. Hier sollte man sich die Zeit nehmen und die Bedienungsanleitung studieren.

Auch nicht gerade zimperlich ist die Geräuschentwicklung. Wer beispielsweise vorher eine Tassimo-Kapselmaschine gewöhnt war, wird aufschrecken. Für Kaffeevollautomaten-Kenner wird diese Eigenschaft hingegen eher unwichtig erscheinen. Ein Mahlwerk macht eben Arbeitsgeräusche. Hat man sich einmal an den Extraschritt gewöhnt, dann läuft die komplette Zubereitungsprozedur recht unkompliziert. Etwas aufpassen sollte man beim Mahlen der Kaffeebohnen. Konstruktionsbedingt fällt das Pulver in den hinteren Bereich des Siebträgers. Da kann es leicht passieren, dass etwas daneben geht.

Bezüglich Verarbeitung gibt es keine Mängel. Die Maschine wirkt robust und solide. Mit gut 10 Kilogramm steht sie fest ohne zu Wackeln. Der Umgang mit der Milchaufschäumdüse will aber geübt sein. Auch das ist nichts Neues. Ein Nachlassen des Drucks oder der Temperatur konnten wir im Test nicht feststellen.

Pflege- und Reinigungstipps direkt vom Hersteller Gastroback

Gastroback empfiehlt auf seiner Webseite den Universalentkalker SIDOL von Henkel. Abhängig vom Härtebereich des verwendeten Wassers sind folgende Reinigungszyklen geeignet: a) Weich (8,4 Grad dH) – aller 16 bis 24 Wochen, b) Mittel (8,4 und 14 Grad dH) – aller 8 bis 10 Wochen und c) Hart (mehr als 14 Grad dH) – aller 4 Wochen oder wenn die automatische Anzeige „Clean Me“ aufleuchtet.

Folgende Schritte sind anschließend durchzuführen:

  • Siebträger entfernen
  • Wasser und Entkalker in den Wassertank einfüllen (Mischungsverhältnis 600 ml zu 150 ml)
  • Espressomaschine ausschalten
  • Großes Gefäß unter den Brühkopf stellen
  • Gleichzeitiges Drücken von „1 Tasse“-Taste, „2 Tassen“-Taste und Power-Taste
  • Drei Sekunden halten bis Reinigungsvorgang „Clean Me“ startet
  • Automatische Beendigung nach 5 Minuten und Signalton (3x Piepton) abwarten
  • Espressomaschine ausschalten
  • Wassertank entfernen und gründlich ausspülen
  • Frisches Wasser in Wassertank einfüllen
  • Großes Gefäß unter den Brühkopf stellen
  • Gleichzeitiges Drücken von „1 Tasse“-Taste, „2 Tassen“-Taste und Power-Taste
  • Drei Sekunden halten und Reinigungsvorgang „Clean Me“ startet erneut
  • Automatische Beendigung nach 5 Minuten und Signalton (3x Piepton) abwarten
  • Fertig!

Produktvideo

Kurzcheck

Vorteile:

  • Integriertes Mahlwerk
  • Professionelles Design

Nachteile:

  • Wasserfilter nur optional
  • Relativ laut

Fazit zur Design Advanced Pro G Siebträgermaschine

Ein Tipp für alle Espressofans. Mit 550 Euro liegt der Preis ähnlich hoch, wie bei einem guten Kaffeevollautomaten. Gastroback’s Espressomaschine punktet aber mit dem Flair, typisch italienischen Espresso zuzubereiten. Erst Mahlen, dann Brühen – so wie im Café. Nützliche Helferlein, wie beispielsweise der Druck-Manometer oder die Kaffeemahl-Voreinstellungen, runden die Handhabung ab.

Technische Daten der Gastroback 42612 Design Advanced Pro G

  • Hersteller: Gastroback
  • Modell: 42612 Design Advanced Pro G
  • Typ: Siebträger
  • Pumpendruck: 17 bar
  • Mahlwerk: vorhanden, mit 18 Stufen
  • Maximale Tassenhöhe: k.A.
  • Kaffeepulverschacht: nicht vorhanden
  • Fassungsvermögen: 2,0 l (Wasserbehälter), 200 g (Kaffeebohnenbehälter)
  • Spezialfunktionen: Druck-Manometer, Tassenwärmer, ULKA Espressopumpe, Vorbrüh-Funktion, abnehmbarer Tamper
  • 2-Tassen-Funktion: ja
  • Milchaufschäumer: ja, Dampfdüse
  • Eco-Funktion: vorhanden
  • Leistung: 1.450 Watt
  • Maße: 365 mm (H) x 310 mm (B) x 300 mm (T)
  • Gewicht: 10,4 kg
  • Farbe: Silber
  • Garantie: k.A.
  • Preis: ca. 550 Euro

Fotos: Gastroback GmbH