Ob Kaffeemaschine, Espressoautomat oder Padmaschine – jedes Gerät braucht hin und wieder eine gründliche Reinigung. Damit ist nicht nur die Säuberung von Außen gemeint. Bei Dauernutzung bleiben Kalk, Kaffeereste und Bakterien in der Maschine. Diese müssen natürlich raus oder wenigstens minimiert werden. Zudem wird bei Kalkablagerung das Wasser nicht mehr auf die notwendige Temperatur erhitzt und der Kaffee schmeckt nicht mehr so gut. Bewährte Tipps und Tricks für die richtige Reinigungsprozedur, gibt es in diesem Beitrag zu lesen.

Aller guten Dinge sind Drei

Grundsätzlich lassen sich drei verschiedene Einsatzzeiträume bestimmen. Das sind a) die Reinigung vor der Erstbenutzung, b) die Reinigung nach Gebrauch und c) das Entkalken in regelmäßigen Abständen. Ab und an, aber da muss jeder entscheiden, ob er das selber macht, müssen Duschsieb und Trägerplatte von hartnäckigen Ablagerungen entfernt werden. Dazu benötigt man Werkzeug und etwas technisches Geschick. Auch hier ist wichtig: im Zweifel einen Fachmann ran lassen.

Reinigen vor der Erstbenutzung

Diese Reinigung ist fast selbstverständlich. In der Bedienungsanleitung steht das ebenfalls. Hier sollte im Leerlauf mehrmals reines Wasser durch die Maschine gepumpt werden. Zudem empfiehlt es sich Wassertank und alle anderen herausnehmbaren Teile einmal mit warmen Wasser abzuspülen. Bereits 2011 hatten wir einen Beitrag über dieses Thema verfasst. Unter „Espressomaschinen reinigen“ gibt es zudem noch ein Video, in der eine Padmaschine ohne Schraubenzieher in ihre Einzelteile zerlegt wird.

Reinigen nach Gebrauch

Für guten Kaffee und lange Haltbarkeit: Reinigungstipps für Kaffeemaschinen

Das Entleeren des Siebträgers oder des Padhalters erledigen die meisten Kaffeetrinker sicherlich ohne darüber nachzudenken. Der Vollständigkeit halber soll dieser Vorgang aber noch einmal erwähnt werden. Das gleiche gilt für das Leeren des Kaffeesatzbehälters und der Auffangschale. Ein feuchtes Tuch entfernt im Nu lästige Spritzer am Gehäuse oder am Abtropfgitter. Vor allem Espresso- und Kaffeevollautomaten verfügen über automatische Reinigungsprogramme. Diese werden in regelmäßigen Abständen durchgeführt. Aber auch manuell lassen sie sich starten – perfekt kurz vor Feierabend in der Büroküche.

Entkalken in regelmäßigen Abständen

Bei diesem Arbeitsschritt gibt es unterschiedliche Meinungen. Ließt man in Foren wie beispielsweise GuteFrage.net, dann werden hier Insidertipps wie Geschirrspüler-Tabs, Backpulver und Gebiss-Reiniger vorgeschlagen. Möchte man nicht die empfohlenen Anti-Kalk-Spezialmittel der Hersteller kaufen, erreichen gute Erfolge auch Zitronensäure. Dazu gibt man eine kleine Menge an Zitronensäure in den vollen Wassertank und lässt die Maschine einmal durchlaufen – ähnlich wie im Punkt „Reinigung vor der Erstbenutzung“ beschrieben. Bei Padmaschinen kann während des Spülvorgangs ein gebrauchtes Kaffeepad als Filter dienen. Ist dieser Vorgang zweimal wiederholt, sollte die Prozedur mindestens noch zweimal mit klarem Wasser durchgeführt werden. Tipp: Bei Padmaschinen, wie die von Senseo, wird das „Auspumpen“ des Wassertanks mit dem gleichzeitigen Drücken der Ein- und Zwei-Tassen-Taste aktiviert. Anschließend noch einmal alle herausnehmbaren Teile per Hand reinigen. Essig beziehungsweise Essigessenz sollte man allerdings mit Vorsicht anwenden. Diese „scharfen“ Reinigungsmacher können dazu führen, dass Gummidichtungen angegriffen und porös werden.

Einige Kaffeemaschinen besitzen keine separate Entkalkungsanzeige. Daher ist eine manuelle Entkalkung aller ein bis zwei Monate notwendig. Dadurch werden Kalk, Kaffeereste und Bakterien aus der Maschine entfernt. Der Kaffee schmeckt wieder herrlich frisch und aromatisch. Apropos Sauberkeit. Die Sendung „markt“ vom WDR Fernsehen brachte am 30. Januar 2012 einen interessanten Beitrag zu diesem Thema. Hier wurden Stichproben bei Kapsel- und Padmaschinen durchgeführt. Im Kaffee wurden Bakterien gefunden, die sich vorher im Wassertank ansammelten. Die Anzahl ist laut Professor Titgemeyer (FH Münster) vom Alter der Maschine und der Wassertemperatur abhängig. Den kompletten Bericht, inklusive einem Video, gibt es kostenlos unter „WDR Fernsehen – markt„.

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