Als Mocca bezeichnet man eine ganz spezielle Kaffeesorte, die aus Äthiopien stammt. Sie hat sehr kleine Bohnen und ziemlich viel Säure, was bei richtiger Zubereitung ihren besonderen Geschmack ausmacht. Der Begriff Mocca hat in verschiedenen Regionen eine unterschiedliche Bedeutung.

Moccapulver und Zutaten

Eine Tasse mit Mocca genießen.

Der Mocca ist die älteste bekannte Art, Kaffee zuzubereiten und gleichzeitig ist es auch die bekannteste. Verwendet wird ein Kännchen mit langem Stiel, das sich Ibrink nennt und möglichst hochwertig sein sollte.

Ein minderwertiges Material, z. B. schlechter Stahl, kann den Geschmack des Moccas negativ beeinflussen. Zubereitet wird der Mocca aus staubfein gemahlenem Kaffeepulver oder Moccapulver, das man sich am besten in einem türkischen Supermarkt besorgt, denn dieser Kaffee ist schon sehr fein gemahlen und perfekt geeignet. Für eine Tasse benötigt man etwa einen stark gehäuften Teelöffel sowie einen Teelöffel Zucker und natürlich Wasser. Außerdem kann man auch noch eine Prise Zimt, Nelken, Kardamom oder ein anderes Gewürz hinzugeben.

Die richtige Zubereitung

Damit der Mocca gelingt, muss das Wasser abgemessen werden und im Ibrink erwärmt werden, bis es kocht, in dem Moment kommt der Zucker hinzu und alles wird stark aufgekocht. Anschließend gibt man das Kaffeepulver dazu und rührt gut um, bis das Moccapulver nicht mehr aufschwimmt. Sofern die Zubereitung bis jetzt korrekt war, beginnt das Ganze nun kräftig zu kochen und es bildet sich Schaum. Man wartet nun, bis der Mocca knapp davor ist, überzukochen, und nimmt ihn dann von der Herdplatte herunter. Jetzt wird sich der Schaum absetzen und danach stellt man das Kännchen erneut auf die Kochstelle. Dieses Prozedere wiederholt man zwei oder drei Mal, wobei sich jedes Mal weniger Schaum bildet. Aber man sollte das Kännchen nicht gar zu lange auf der Kochstelle lassen, denn hierdurch entsteht nicht etwa mehr Schaum, sondern der Mocca wird bitter. Es ist besser, wenn man weniger Schaum hat und es dafür besser und nicht so verbrannt schmeckt. Jetzt ist der Mocca fertig und man verteilt ihn in die Tassen. Ganz wichtig ist hierbei, dass der Kaffee nur sehr langsam ausgegossen wird und dass man das Kännchen hierbei immer auf- und nieder bewegt. Durch diese Bewegung soll mehr Schaum gebildet werden. Kurz bevor das Kännchen leer ist, muss man kurz aufhören und umschwenken, um die Ablagerungen aufzuwirbeln und zu lösen.

Diese möchte man nämlich gerne in den Tassen haben und verteilt sie gleichmäßig. Jetzt ist der Mocca fast fertig und muss nur noch etwas stehen, damit er absetzen kann. Es macht Sinn, die Tassen vor der Zubereitung anzuwärmen, sonst ist der Mocca schon ziemlich kalt, wenn man ihn trinken möchte. Das kann man beispielsweise durch kochendes Wasser erreichen, das man kurz vor dem Einschenken in die Tassen gießt und gleich wieder ausschüttet. Ganz wichtig ist auch das richtige Kaffeepulver, denn es muss wirklich extrem fein gemahlen sein, feiner als für Filterkaffee und sogar auch noch feiner als für Espresso. In türkischen Supermärkten kann man nach dem sog. Minas suchen, das ist der Kaffee und er ist perfekt für die Zubereitung von Mocca. Der echte türkische Mocca wird übrigens mitsamt etwas Kaffeesatz getrunken, um den richtigen Geschmack zu erhalten.

Foto: Barbara Dudzińska (Fotolia.de)