Bonaverde Kaffeemaschine (Foto: Bonaverde)Heute wollen wir einmal auf ein ganz spezielles Startup aus der Kaffeebranche aufmerksam machen. Es ist zwar nicht neu, aber die Idee dahinter, aktuell denn je. Die Rede ist von Bonaverde aus Berlin.

Grüne Bohnen rein – lecker Kaffee raus

Das Konzept von Bonaverde besteht darin, Kaffeekonsumenten, also Kaffeetrinker, und Kaffeeproduzenten, also Kaffee-Farmer, direkt miteinander zu verbinden. Alle normalerweise dazwischengeschalteten Mittelsmänner werden übersprungen. Die grünen, ungerösteten Kaffeebohnen kommen anschließend direkt zum Verbraucher. Sie werden fair gehandelt. Und mit einer speziellen Kaffeemaschine, kann jeder die Kaffeebohnen nach seinem Gusto rösten.

Die erste Version des Gerätes kam 2013 unter dem Namen Kaffee Toro auf den Markt. Doch für die Kaffeemaschine mit integrierten Kaffeeröster war die Zeit noch nicht reif. Die Maschine hatte zu viele Kinderkrankheiten. Entsprechend gab etliche Schwierigkeiten. Aber vielleicht waren die dazuverkauften Kaffeebohnen auch einfach zu teuer.

Videodreh für Bonaverde mit der MM-Markenagentur, Kai Schesna. Berlin, 2016 (Foto: Bonaverde)

Werde Teil des Öko-Systems

Das Projekt wurde vom Berliner Gründer Hans Stier allerdings nicht fallen gelassen. Stattdessen gab es eine neue Finanzierungsrunde auf Crowdfunding-Portalen, wie beispielsweise seedmatch.de/startups/bonaverde. Die Weiterentwicklung bestand darin, die Kaffeemaschine technisch auf Vordermann zu bringen und einen Direktvertrieb aufzubauen. Damit können Kaffeebohnen direkt vom Hersteller per App bezogen werden.

Das folgende Video erklärt einmal, wie es funktioniert:

Aktueller Stand Bonaverde

Im Moment werden die ersten Kaffeemaschinen an Tester verschickt. Allerdings mit so großer Verzögerung, dass sich längst Unmut bei den Unterstützern breit gemacht hat. Hans Stier sieht die Lage dennoch optimistisch. Schließlich geht der Trend schon lange in fair gehandelten Kaffee. Und den eigenen Kaffee dann noch zuhause selber rösten, ist das i-Tüpfelchen obendrauf.

Wer Interesse an so einem Multitalent hat, kann die Kaffeemaschine für 20 US-Dollar Gebühr reservieren. Die Produktion soll laut Bonaverde Mitte des Jahres beginnen. Ende 2017 ist die Auslieferung geplant. Der Kaufpreis liegt dann bei zirka 800 Euro.

Fotos/Video: Bonaverde